| Überblick |
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| Geschrieben von Franz Grafenauer | |
| Mittwoch, 09 September 2009 | |
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Überblick 2004 - zusammengestellt von Franz Grafenauer nach:
~1050: Bau einer romanischen Pfarrkirche in Ost-West-Ausrichtung auf dem Lindenbichel (alter Kultplatz) am Westrand von Liubendorph durch die Grafen von Formbach-Neuburg als Mutterpfarrkirche in der Korneuburger Bucht. Der Diözese Passau unterstellt wurden von Leobendorf aus zeitweise mitbetreut: Korneuburg, Langenzersdorf, Stammersdorf, Jedlesee, Enzersfeld, Hagenbrunn, Kleinengersdorf, Seebarn, Bisamberg, Flandorf, Kleinrötz, Stetten, Schotterlee, Kleinwilfersdorf, Ober- und Unterrohrbach, Tresdorf, Atzersdorf, Hetzelsberg, Beheimreith und Gänserfeld. ~1340: Gotische Fresken: Nordseite: Christus als Lehrer zwischen 12 Aposteln Südseite: Schutzmantelmadonna mit 2 Bischöfen, Maria mit dem Kind - Die anbetenden Könige 1408: Herzog Leopold IV. von Österreich überträgt die Lehenschaft der Pfarre Leobendorf dem Augustiner-Chorherrenstift zu Waldhausen / OÖ (bis 1788). Hl. Markus als Kirchenpatron genannt (Bild – Apsis). 1544: Kirche und Pfarrhof sind als Folge von Bauern- und Reformationskämpfen abgebrannt. Der protestantisch eingestellte, verheiratete Weltpriester Nikolaus Seser († 1575, Grabstein aus rotem Marmor im heutigen Kirchenvorhaus) unterhält einen Schulmeister als Organisten. 1645: Kirche, Burg u. Loimdorff v. Schweden zerstört. Bevölkerung flüchtet in den Rohrwald („Schwedenhöhlen“) 1733: Nach Pestepidemie Brandstiftung durch Magdalena Reisinger: Schulhaus, Kirchendach, Turm u. Glocken zerstört (Armensünderkapelle in Kreuzensteinerstraße: letztes Todesurteil, vollstreckt im Steinbruch Schliefberg).Wiederaufbau u. Barockisierung: neues Gewölbe auf 4 Mauerpfeilern im Kircheninneren, Hochaltar, Kreuz mit schmerzhafter Maria, Taufbrunnen, Kirchenuhr, Orgel , Vorhaus. Pfarre hat Weinausschanksrecht (große Weingüter) und Robotkontrakte. 1805 u. 1809: Brandstiftung durch Franzosen: Kirche und Pfarrhof zerstört. Pfarre nun Diözese Wien unterstellt. Wiederaufbau von Kirche und Pfarrhof (ohne Südtrakt); Ställe, Wirtschaftskörper, Presshaus.Totenkammer (bei nördl. Friedhofseingang) aus Resten der ehemaligen Markuskapelle errichtet. Nach Cholera u. Missernten Kirchenrenovierung. Äußere Holztreppe in 2. Wehrturmgeschoß abgetragen. 1877: Zugang zu Orgelchor u. Turm ab jetzt auf Erdniveau. Miete von Kirchensitzplätzen möglich. 1903: 85 % d. Bevölkerung nutzen regelmäßig das Angebot der Sonntagsgottesdienste. Erstmals Kupferdach am 33m hohen Turm, Ziegeldachdeckung. Mesnerhaus - Stockerauerstr. 8 (RAIKA);damalige Friedhofsordnung: N: Tresdorfer, NW: Ober- / Unterrohrbacher, W: Leobendorfer, S: Kleinkinder, SW: Andersgläubige und Selbstmörder 1911: Auspfarrung von Ober- und Unterrohrbach, lediglich Tresdorf verbleibt bei Pfarre Leobendorf. 1936: Der einstige Kuhstall wird zum Pfarrheim und Theatersaal (heute „Markussaal“) umgebaut und von Dechant GR M. Staribacher geweiht. 1938 wird das Gebäude als Kindergarten verwendet. 1945: SS-Artilleriekommando (44. Division „Totenkopf“) im Pfarrhof. Kirchturm als Artilleriebeobachtungsposten. Kirche u. Pfarrhof im 2. Weltkrieg schwer beschädigt. Glocken erneut zu Kriegsmaterial eingeschmolzen. 1952: Neues Zeltdach. Bei Innenrenovierung Entdeckung der gotischen Fresken u. Sitznischen im Presbyterium. Priestergrab an südl. Außenmauer. Elektrifizierung - Orgelmotor statt Tretantrieb. Friedhofseinfriedung errichtet. 1955: Anschaffung von Stahlglocken aus Bockenem / Harz: 1968: Innenrenovierung des Pfarrhofes, Seelsorgeräume durch Pastoralassistentin Sr. Helga Grath eingerichtet. Priester zelebriert Messe deutsch u. zum Volk gewendet; keine Geschlechtertrennung mehr bei Sitzordnung. 1974/75: Umgestaltung und teilweise Regotisierung der Pfarrkirche unter KR J. Pointner: Abtragung der seitlichen Emporen und der barocken Kanzel sowie des Kommuniongitters, Kirchenboden abgesenkt, neue Bänke, Kirchenheizung und Tonverstärkeranlage installiert. Volksaltar (damals aus Holz); barocker Sakramentsaltar bei heutigem Taufbrunnen. 1979: Glasfenster v. Prof. H. Bauch: „Geschichte der Erlösung - Verbindung des Ewigen mit dem Endlichen“ 1986: Erzbischof DDr. Franz König segnet die nach der hier wirkenden verdienstvollen Seelsorgehelferin benannte „Helga-Grath-Gedächtnisorgel“ des Leobendorfer Orgelbaumeisters Ferdinand Salomon (Gehäusefassung v. Prof. H. Bauer): 1262 Holz-/Zinnpfeifen (16 Fuß - 1/8 Fuß), 21 Register, 2 Manuale, Pedalclavier, Eichen-, Birnen-, Fichtenholz; 1992: Renovierung des Pfarrhofes und Sanierung der gotischen Fresken unter GR Mag. W. Renauer. 2003: Kirchenrenovierung unter Pater Adam Bialek anlässlich der 800-Jahr-Feier der Pfarre: Wiedererrichtung des Sakramentsaltares in der Apsis, neuer Volksaltar (nun aus Stein u. fixiert) mit Reliquiar (Hl. Markus, Hl. Johannes Nepomuk, Marco d’Aviano, Sr. Restituta, Katharina v. Siena) 2004: Reinthronisierung der 1972 gestohlenen, bei einer Auktion in Deutschland entdeckten, einst colorierten gotischen (~1450) Madonnenstatue von Jakob Kaschauer. |
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| Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 09 September 2009 ) |

